Tierschutz: Illegalen Welpenhandel eindämmen

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Tierschutz: Illegalen Welpenhandel eindämmen Nicole Maisch - nicolemaisch.de
(BUP) Zur aktuellen Statistik des Deutschen Tierschutzbundes zum Welpenhandel erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Tierschutzpolitik: Die Statistik ist bedrückend: Der illegale Welpenhandel boomt. Hundebabys werden viel zu jung und ohne notwendige Impfungen verkauft. Darunter leiden die Welpen, aber auch deren Muttertiere, die von verantwortungslosen Züchtern als Gebärmaschinen missbraucht werden.

Die aktuellen Zahlen zeigen auch: Hier versagt die Politik der Bundesregierung. Letztes Jahr zu Weihnachten hat Minister Schmidt nette Fotos von sich mit niedlichen Hundewelpen unterm Weihnachtsbaum inszenieren lassen und versprochen, gegen den illegalen Welpenhandel vorzugehen. Doch leider beschränkt sich die politische Arbeit des Ministers auf Ankündigungen. Am Leid der Hundewelpen ändert das überhaupt nichts.

Notwendig sind gesetzliche Änderungen, wie etwa eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Das würde auch die Rückverfolgung von verlorenen, entlaufenen und ausgesetzten Tieren erleichtern. Auch der Handel im Internet muss verstärkt unter die Lupe genommen werden. Tiere sind keine Sachen, die man im Paket quer durch die Republik verschicken kann. Außerdem müssen die Tierheime deutlich gestärkt und finanziell besser ausgestattet werden, so dass diese nicht länger auf den Kosten sitzenbleiben, sondern die Tiere weiterhin gut versorgen und weitervermitteln können.

Quelle: gruene-bundestag.de

1 Kommentar

  • Florafaunata

    es geht kein Weg an einem Verbot des Handelns mit lebenden Tieren über Internetportale vorbei.
    Andere Länder haben vorgemacht dass dies möglich ist.
    Mindestens eine verifizierte Klarnamen Angabe des Verkäufers (nicht nur der "gewerblichen" )mit kompletten Kontaktdaten, wäre ein Kompromiss, der den Handel erheblich reduzieren würde.
    Die Veterinärämter und die Polizei/Landeskriminalämter sind unter den bestehenden Bedingungen nicht in der Lage den Handel einzudämmen und das Verbringen von kranken und/oder ungeimpften und zu jungen Welpen zu verhindern

    Florafaunata Mittwoch, 07. Dezember 2016 13:09 Kommentar-Link

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