(BUP) Weil das Atomkraftwerk Brokdorf nur unzureichend gegen einen Flugzeugabsturz oder terroristischen Anschlag geschützt ist, klagen zwei Anwohner unterstützt von Greenpeace beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig auf Widerruf der Betriebsgenehmigung.Das OVG hatte aus ähnlichen Gründen bereits im Januar 2015 dem Zwischenlager am AKW Brunsbüttel die Betriebserlaubnis entzogen. „Wer die Gefahr kennt, ist verpflichtet, Brokdorf abzuschalten. Es gibt keine nachträglichen baulichen Maßnahmen, die Abhilfe schaffen können“, sagt Mathias Edler, Atomexperte von Greenpeace. „Wenn die Politik vor den Energiekonzernen einknickt, müssen Bürger vor Gericht ziehen, um möglichen Schaden von der Bevölkerung abzuwenden.“Im vergangenen Juli hatte die Atomaufsicht in Schleswig-Holstein den zuvor gestellten Antrag…
(BUP) Mit einer Banneraktion an der Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen demonstrieren ROBIN WOOD-AktivistInnen zur Stunde bei den Vattenfall Cyclassics gegen die Energiepolitik des Kohle- und Atomkonzerns. Fünf KletterInnen haben am Morgen die Hängekonstruktion der Brücke erklommen und in rund zwanzig Metern Höhe Protestbanner entrollt. Sie fordern: „Umsatteln – Ökostrom statt Kohle und Atom“. Nach breiter öffentlicher Kritik organisiert Vattenfall das Cyclassics-Radrennen in diesem Jahr zum letzten Mal.„Vattenfall hat sich 20 Jahre lang bemüht, durch das Sponsoring des Radrennens sein Image aufzupolieren. Offenbar überzeugt dieses Greenwashing des Klimakiller- und Atomkonzerns niemanden mehr. Vattenfall gibt dieses Sponsoring auf – und das ist…
(BUP) Nach Medienberichten sind sechs für Großunterkünfte vorgeschlagene Flächen wieder verworfen worden, weil es sich bei ihnen um ökologische Ausgleichsflächen handelt. Dazu erklärt Karin Prien, flüchtlingspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „In Anbetracht des nicht versiegenden Stroms von Asylbewerbern darf es keine Tabus bezüglich ihrer Unterbringung geben. Der rot-grüne Senat muss sich fragen, ob die politischen Prioritäten stimmen, wenn Grünflächen in Wohngebieten mit Zeltunterkünften belegt werden, aber ökologische Ausgleichsflächen für die Unterbringung kategorisch ausgeschlossen werden. Wer die Bedeutung von Humanität und Hilfe zu Recht betont, darf in dieser Notsituation unserer Stadt mit akutem Flächenmangel nicht vor ein paar Fröschen halt machen. Andernfalls…
(BUP) Die Behörde für Umwelt und Energie wird im Planfeststellungsverfahren zum so genannten Projekt „Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Este im Innenstadtbereich von Buxtehude“ bis zur Abgabefrist am 11. August 2015 eine mit dem Bezirksamt Harburg und der HPA abgestimmte Stellungnahme einreichen.Von dem Deichbau-Vorhaben betroffen sind auch Anlieger der Este in Cranz und Neuenfelde. In diesem Zusammenhang prüft die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) sehr sorgfältig, welche negativen Folgen ein in dieser Form geplanter Planfeststellungsbeschluss mit seinen Hochwasserschutznahmen auf das Überschwemmungsgebiet der Este und seine Anwohner hat. Nach Überzeugung der Hamburger Dienststellen darf es auf Hamburger Gebiet nicht zu…
(BUP) Ab sofort gelten in Hamburg attraktivere Förder-Bedingungen für den Bau von Grün-Dächern. Private Haus-Eigentümer mit einer bepflanzbaren Dachfläche von maximal 100 Quadratmetern profitieren ab August von einer 40-prozentigen Förderung beim Bau eines Gründachs. Der Zuschuss wird sowohl bei der Dachsanierung als auch für begrünte Dächer auf Neubauten gezahlt. Eigentümer größerer Gebäude erhalten ebenfalls erheblich attraktivere Fördersummen für die Begrünung ihrer Dächer. Bis 2020 möchte der Senat die Gründachfläche der Stadt um 100 Hektar erhöhen. Dies entspricht etwa der doppelten Fläche von Planten un Blomen.Umweltsenator Jens Kerstan: „Die Förderung ist ein wichtiger Bestandteil der Hamburger Gründachstrategie, mit der wir die…
(BUP) Bei Untersuchungen von Füchsen im Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) ist in zwei Fällen eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm festgestellt worden. Die Behörde rät deshalb zu besonderer Vorsicht und gibt Empfehlungen für den Umgang mit Haustieren, Wald- und Gartenarbeiten sowie den Genuss von Waldfrüchten. Bei routinemäßigen Untersuchungen im Rahmen des Tiergesundheitsmonitorings für Wildtiere wurde 2015 bisher bei zwei Füchsen aus Harburg und Bergedorf eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) festgestellt. Zuletzt wurde der Fuchsbandwurm 2014 bei einem Fuchs in Harburg und 2013 bei drei Füchsen aus den Vier- und Marschlanden…
(BUP) Die japanische Regierung plant Tausende Menschen in die Umgebung von Fukushima zurückzuzwingen, obwohl diese noch immer stark verstrahlt ist. Die Radioaktivität im etwa 30 Kilometer von Fukushima entfernten Distrikt Iitate ist auch vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe teilweise noch so hoch, dass eine Rückkehr der Menschen in ihre Häuser nicht zu verantworten ist. Dies ergaben Messungen der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace.Zuvor hatte die Regierung beschlossen, Kompensationszahlungen für die Opfer des Atomunfalls bis 2018 auslaufen zu lassen, wodurch viele gezwungen wären, in ihre alten Häuser zurückzukehren. „Die Regierung verurteilt Tausende von Menschen zu einem Leben auf gefährlich verstrahltem Gebiet“, so Greenpeace-Atomexperte…
(BUP) Eine Information, die man vom Senat erwartet hätte, muss der BUND an die Öffentlichkeit bringen: Die Luftqualität in Hamburg wird an vielen Orten schlechter. Es ist ein Skandal, dass Umweltsenator Kerstan nicht als erster die Öffentlichkeit informiert. Darüber hinaus beschönigt er angesichts der verheerenden Bilanz für Hamburgs Umweltpolitik sogar das Versagen der Senatsprogramme. Die aktuellen Ergebnisse stellen dabei eine Gefahr für die Gesundheit der Hamburgerinnen und Hamburger dar.Der Verweis des Umweltsenators auf die Überarbeitung des Luftreinhalteplans ist die Fortsetzung der SPD-Politik durch einen grünen Senator: Verzögerungen und Vertröstungen auf Kosten Hamburgs. Dass der Senat nicht davon ausgeht, dass Hamburg…
(BUP) Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat heute gemeinsam mit Umweltsenator Jens Kerstan auf der Insel Neuwerk das UNESCO Weltnaturerbe der Hansestadt besucht. Der Bürgermeister eröffnete die Ausstellung im Nationalpark-Haus und informierte sich anschließend über die Situation in Hamburgs „nördlichstem Stadtteil“.105 km vom Hamburger Rathaus entfernt und doch ein Stadtteil des Bezirkes Mitte: das ist nur eine der Besonderheiten, die die Insel Neuwerk mit ihren rund 30 Einwohnern zu bieten hat. Während einer Inselkutschfahrt verschafften sich der Erste Bürgermeister und der Umweltsenator einen ersten Überblick über Hamburgs einzige Insel mit Südstrand. Scholz eröffnete die anlässlich des 25-jährigen Jubiläums neukonzipierte Ausstellung…
(BUP) Erste Eckpunkte und Ideen zur Nachhaltigkeit bei Hamburgs Olympia-Bewerbung sind heute bei einer Pressekonferenz in der HafenCity Universität präsentiert worden. Die Hamburger Planer wollen über den Tellerrand hinausblicken und den Bogen schlagen von der europäischen Umwelthauptstadt 2011 zu Olympischen und Paralympischen Spielen 2024, die ökologische, soziale und ökonomische Belange der Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen. Eckpfeiler des Konzepts sind der Klimaschutz, eine sozial vielfältige Nachnutzung der OlympicCity, der sparsame Umgang mit Ressourcen während der Spiele und der Blick auf globale Lieferketten und nachhaltige Beschaffung. Umweltsenator Jens Kerstan erklärt: „Hamburg geht mit dem Versprechen kompakter, grüner und nachhaltiger Spiele ins Bewerber-Rennen um…
(BUP) Hamburg Wasser und Remondis haben heute im Beisein von Senator Jens Kerstan eine Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor auf dem Klärwerk Hamburg in Betrieb genommen. Weltweit erstmals kann mit diesem Verfahren der wichtige Rohstoff, der sich bei der Abwasserreinigung in der Klärschlammasche konzentriert, wirtschaftlich effizient recycelt werden. Phosphor ist weltweit nur begrenzt vorhanden, aber essentiell für das Pflanzwachstum und damit für die Nahrungsmittelproduktion insgesamt. Langfristig soll die in Hamburg anfallende Klärschlammasche komplett verwertet werden, um Phosphor zurückzugewinnen. Phosphor wird vom Menschen über die Nahrung in Form von Phosphat aufgenommen. Der Mineralstoff treibt wichtige Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper an und…
(BUP) Mehr als 6.000 Hamburger Haushalten wurde im Zeitraum Juli 2014 bis März 2015 der Strom abgestellt. An bis zu ein Viertel aller Haushalte wurden vom Hamburger Stromgrundversorger, der Vattenfall Europe Sales GmbH, Mahnschreiben verschickt. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/871) hervor. Wie die Zahl der Stromsperren nehmen auch die der Wasser- und Gasabsperrungen nicht ab: Im gleichen Zeitraum wurde insgesamt 269 Haushalten das Gas abgesperrt und 550 Haushalten das Wasser – einen Zehntel davon sogar mehrmals.„Dieses Problem besteht seit Jahren und trotzdem passiert…
(BUP) Die Grünen haben sich in der vergangenen Legislatur-Periode für eine Überarbeitung der Müll-Gebühren im Hafen stark gemacht. Seit heute gilt eine neue Schiffsmüllverordnung: Künftig können Schiffe ohne Zusatzgebühren sechs statt bisher einen Kubikmeter Abfall im Hafen entsorgen. Damit leistet der Hamburger Senat einen wichtigen Beitrag gegen die Vermüllung der Meere. Dr. Anjes Tjarks, Vorsitzender und hafenpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sagt dazu: „Unsere Meere versinken im Müll. Die Bilder von Inseln aus Plastikflaschen und Fangnetzen hat jeder im Kopf. Mit der Absenkung der Müllgebühren wollen wir in Hamburg einen Beitrag gegen die Verschmutzung der Meere leisten. Künftig kann jedes…
(BUP) Getsern hat die UN-Kulturorganisation Unesco über den Antrag zum Schutz des Great Barrier Reef entschieden und ihre Vorentscheidung bestätigt: Die Unesco äußerte nach wie vor deutliche Bedenken und fordert binnen 18 Monaten von Australien einen Fortschrittsreport ein.Damit reagiert das Welterbe-Komitee auf die geplanten Schutzmaßnahmen im „Reef-2050-Plan“ der australischen Regierung, die mit dem massiven Ausbau der Kohleförderung im Nordosten des Landes das Weltnaturerbe gefährdet. Es kommentiert Sandra Schöttner, Meeresbiologin bei Greenpeace.“Das Welterbe-Komitee hat Australien heute erneut die dunkelrote Karte gezeigt und seine Vorentscheidung zum Welterbe-Status des Great Barrier Reef bestätigt. Das kann nur ein allererster Schritt sein, um den Schutz…
(BUP) Zum Auftakt der 39. Tagung des Unesco Welterbe-Komitees in Bonn appelliert Greenpeace an die Delegierten, das Great Barrier Reef vor Schäden durch Australiens Kohleabbau zu bewahren. Greenpeace-Jugendliche übergeben deshalb heute Abend vor Ort eine internationale Petition zum Schutz des Great Barrier Reef an die Vorsitzende des Welterbe-Komitees, Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU).Die Unesco zeichnete das größte Korallenriff der Erde 1981 zum Weltnaturerbe aus. Seitdem ist bereits die Hälfte der Korallendecke verschwunden – aufgrund von Klimawandel und menschlichem Eingriff. Jetzt riskiert die australische Regierung mit einem gigantischen Kohleprojekt das Überleben des Riffs. „Die Unesco muss sich mit aller Kraft für…