Fassadengrün in der Stadt / Sparr: „Pflanzen als natürliche Klimaanlage“

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Fassadengrün in der Stadt / Sparr: „Pflanzen als natürliche Klimaanlage“ Ulrike Sparr - Grüne Bürgerschaftsfraktion Hamburg
(BUP) Ob Industriefassaden, Lärmschutzwände, Lagerhallen oder Brückenpfeiler: Fensterlose Wände eignen sich am besten zur Fassadenbegrünung. Um das Stadtgrün in der Vertikalen voranzubringen, hat die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) das Modellprojekt „Bau nie ohne! Grün in allen Dimensionen“ gestartet. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen hervor (siehe Anlage). Im Modellprojekt will die BUE vor allem fachliche Hilfestellungen in Form eines Leitfadens für interessierte Gebäudeeigentümerinnen und Planer erarbeiten. Ob eine finanzielle Förderung für Fassadenbegrünung in Frage kommt, wird von der Behörde derzeit geprüft..

Dazu Ulrike Sparr, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Dieser Sommer hat mit seinen Rekordtemperaturen gezeigt, was der Klimawandel in der Stadt bedeutet. Vertikales Grün kann ein Mosaiksteinchen sein, um die Auswirkungen zu lindern. Denn es hält Gebäude kühl und stärkt zudem die biologische Vielfalt in der Stadt. Dass die BUE jetzt mithilfe des Bundesprogramms eine Strategie entwickelt, um mehr Fassadengrün an Häuserwände, Lagerhallen oder Industriefassaden zu bekommen, ist für uns Grüne ein weiterer wichtiger Schritt, um Hamburg als grüne Metropole zu erhalten. Fassadengrün kann dann auch in Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen mit festgesetzt werden. Manchmal geht es übrigens auch ohne Bürokratie ganz einfach. An geeigneten Wänden kann es genügen, mithilfe von ein paar Pflastersteinen wilden Wein ranken zu lassen. In komplizierteren Fällen kann dann der Leitfaden der Behörde weiterhelfen. Ein effektives Förderprogramm für Fassadengrün befürworten wir von Seiten der Grünen Bürgerschaftsfraktion ausdrücklich!“

Hintergrund:
Kletterpflanzen vor der Fassade spenden der Wand Schatten, halten die Gebäude kühl und filtern Schadstoffe aus der Luft. Während unpassende Pflanzen an vorgeschädigten Wänden auch mal Probleme machen können, schützt eine gut geplante Begrünung die Fassade vor Witterungseinflüssen und erhöht ihre Lebensdauer. Außerdem bieten Kletterpflanzen natürlichen Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Doch obwohl sie ähnliche Vorteile bieten wie Gründächer, sind Grünfassaden deutlich weniger verbreitet.

Quelle: GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg

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