Bilanz der Gesellschaftsjagd des Ministerpräsidenten: Vieles bleibt unklar und widersprüchlich

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Bilanz der Gesellschaftsjagd des Ministerpräsidenten: Vieles bleibt unklar und widersprüchlich Barbara Cárdenas - linksfraktion-hessen.de
(BUP) DIE LINKE hat zum Thema ‚Gesellschaftsjagd des Hessischen Ministerpräsidenten‘ einige Fragen an die schwarzgrüne Landesregierung gestellt. Anlässlich der Beantwortung einer zweiteiligen Kleinen Anfrage durch Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) erklärt Barbara Cárdenas, tierpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Einerseits ist jetzt klar, dass Ministerin Hinz sich erheblich verkalkuliert hat: Denn es wurde, anders als mehrfach von ihr betont, keineswegs ein Großteil der Kosten in Höhe von 12.205 Euro durch den Verkauf des Wildbrets wieder reingeholt. Lediglich 2.245,65 Euro wurden eingenommen. Knapp 10.000 Euro der Kosten für die feudalen Freuden des Ministerpräsidenten und seiner Jägerschar mussten also die Steuerzahler übernehmen.

Zudem seien in der Beantwortung der Anfrage erhebliche Widersprüche zu erkennen, was die Zahl und Art der erlegten Tiere angehe. Ein Beispiel: Obwohl gar kein Reh geschossen worden sei, wurde jedoch laut Antwort der Ministerin eines verkauft. Umgekehrt seien zwar 12 Stück Schwarzwild erlegt und angeblich die gesamte Strecke verkauft worden, dann sei aber nur von neun verkauften Tieren die Rede, so Cárdenas.

„Was im Wald auf der Jagd genau passiert ist, wer welche Tiere erschossen und was insgesamt zur Strecke gebracht wurde, bleibt - obwohl die Jagd sehr im öffentlichen Fokus gestanden hat - im Dunkeln. Unabhängig davon, dass das Ministerium offenbar viele Fragen nicht richtig beantworten konnte, ist DIE LINKE der Ansicht, dass Schluss gemacht werden muss mit der Jagd aus Liebhaberei und als Freizeitvergnügen!“

Quelle: linksfraktion-hessen.de

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