Windkraft in Hessen wächst weiter

Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Windkraft in Hessen wächst weiter

(BUP) Der hessische Wirtschafts- und Energie-Minister Tarek Al-Wazir begrüßt die Forderung des Bundes-Verbands WindEnergie (BWE) Hessen, den Ausbau der Windenergie weiter voranzutreiben. „Die Energiewende ist weit mehr als der Ausbau der Windkraft. Aber natürlich ist der Ausbau der Windenergie ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Hier haben wir in Hessen im letzten Jahr Schwung reingebracht. Aber natürlich gibt es auch da noch Luft nach oben“, sagte Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden.

„Ich verstehe, dass der Ausbau einigen nicht schnell genug geht. Es ist aber auch klar, dass der Natur- und Artenschutz nicht ausgeklammert werden kann und soll“, sagte der Minister. Er kündigte an, beides im Blick zu behalten. „Wir wollen und wir werden den Ausbau der Windenergie weiter voranbringen und sind da auf einem guten Weg.“

2014: Rekordjahr für Windenergieausbau

Al-Wazir verwies auf die aktuellen Ausbauzahlen in Hessen. Demnach wächst die Zahl der Windkraftanlagen in Hessen weiter. 2014 war ein Rekordjahr für den Windenergieausbau in Hessen. Insgesamt wurden rund 90 neue Anlagen mit einer Leistung von zusammen über 200 Megawatt in Betrieb genommen. „Das kann sich durchaus sehen lassen“, so der Minister. „Die Kollegen in Baden-Württemberg wären froh, wenn sie einen solchen Zubau hätten.“

Dieser Trend hat sich auch im ersten Quartal 2015 fortgesetzt, in dem nach einer Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur in Hessen 21 Anlagen mit einer Leistung von zusammen 53 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen wurden. Dies kann den Stromverbrauch von ca. 30.000 Haushalten decken.

Zudem wurde im 1. Quartal 2015 der Bau von 27 neuen Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 73 MW neu genehmigt. „Damit zeichnet sich ab, dass wir das hohe Ausbautempo von 2014 mindestens halten können“, sagte der Minister. „Die Energiewende in Hessen hat ihren Schwung verstetigt.“

Vorrangflächen in Regionalplänen

Der Minister verwies darauf, dass die Teilregionalpläne, die den rechtlichen Rahmen zum Ausbau der Windenergie festlegen werden, derzeit in den Regionalversammlungen fortgeschrieben werden. In Mittelhessen ist gestern die zweite so genannte Offenlage beschlossen wurden. Nach aktuellem Stand sind dort 2,2 Prozent der Fläche als Vorrangfläche für Windenergienutzung ausgewiesen. „Wir liegen in Mittelhessen derzeit also leicht über der Zielmarke von 2 Prozent. Da kann man auf gar keinen Fall von Verhinderungsplanung reden, wie es heute auf der Pressekonferenz des Windenergieverbands getan wurde", so Al-Wazir. „Wir haben selbstverständlich ein Interesse daran, dass sich die ausgewiesenen Flächen am Ende auch eignen, um dort Windenergieanlagen wirtschaftlich betreiben zu können. Aber es ist auch klar, dass wir dabei den Natur- und Artenschutz weder ausklammern können noch wollen."

Naturschutzleitfaden wird überarbeitet

Die Landesregierung überarbeitet derzeit den so genannten Naturschutzleitfaden, der für die Genehmigung von Windkraftanlagen von großer Bedeutung ist. „Wir gehen davon aus, dass der aktualisierte Leitfaden noch in diesem Jahr veröffentlicht wird“, sagte Al-Wazir.

Mit Blick auf das angekündigte Folgetreffen des hessischen Energiegipfels im Herbst sagte der Minister: „Natürlich wird auch der Bundesverband Windenergie als wichtiger Interessenvertreter der Windbranche wieder eingeladen. Dort werden wir auch über die konkreten Vorschläge des Verbands diskutieren. Im Ziel sind wir uns doch einig: Wir wollen die Energiewende zum Erfolg bringen. Und dazu gehört insbesondere in Hessen auch der weitere Ausbau der Windenergie."

Bild: pixabay.com

Marco Kreuter
Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Telefon: +49 611 815 20 20
Telefax: +49 611 815 22 25
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesUmweltPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.