Energiewende / Staatssekretär Griese betont Schubkraft der Kommunen für die Energiewende

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Energiewende / Staatssekretär Griese betont Schubkraft der Kommunen für die Energiewende Thomas Griese - mulewf.rlp.de - MULEWF - Martina Pippich
(BUP) „Klimaschutz ist die Leitlinie unserer Energiepolitik: Wenn wir unsere selbst gesteckten Klimaziele erreichen und bis 2050 klimaneutral sein wollen, dann sind eine endgültige Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu Erneuerbaren sowie eine konsequente Wärmewende unausweichlich. Doch das schaffen wir nicht allein: Die Kommunen und die Kommunalen Unternehmen sind die Säulen einer erfolgreichen Energiewende“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese bei der Landesgruppenversammlung der Vereinigung Kommunaler Unternehmen (VKU) Rheinland-Pfalz. „Es geht dabei um unsere und die Zukunft der nächsten Generationen: Wir müssen Emissionen einsparen durch den Weg aus der Kohlestromversorgung, noch mehr in energetische Gebäudesanierungen investieren, die Elektromobilität auf die Straße bringen und die Emissionen in der Industrie deutlich senken“, so der Staatssekretär weiter.

Kommunen und regionale Akteure haben Know-How und schaffen Akzeptanz

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss dezentral in ganz Deutschland verteilt erfolgen: „Alle Regionen müssen die Chance haben, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten, das volle Potenzial aus Wind, Sonne und Biogas zu erschließen und an der Wertschöpfung teilzuhaben“, sagte Griese. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat sich in den letzten Jahren – vor allem bei den diversen EEG-Novellierungen – stets für eine Stärkung der dezentralen auf erneuerbaren Quellen beruhenden Eigenstromerzeugung eingesetzt, die nicht mit Abgaben und Umlagen belastet werden darf.

Bei der Zukunftsaufgabe des Stromnetzmanagements muss künftig auf der lokalen Ebene mehr gestaltet werden können. Bereits auf der Verteilnetzebene und damit auf der Ebene der kommunalen Netzunternehmen und Stadtwerke sollte der Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch erfolgen. Deshalb muss der wesentliche Teil zukünftig bei den Verteilnetzbetreibern und nicht wie bisher bei den Übertragungsnetzbetreibern liegen.

„Ich will hier noch einmal betonen: Ohne die kommunale Schubkraft wären wir in Rheinland- Pfalz mit Klimaschutz und Energiewende lange nicht so weit, wie wir heute sind.“ Kommunen können durch ihre Aktivitäten ganz konkret Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen für die Umsetzung eigener Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen gewinnen. Die Akteure und Verantwortlichen vor Ort haben häufig das beste Verständnis für Chancen und Herausforderungen sowie für Stärken und Schwächen der Beteiligten. Dadurch steigt mit einer aktiven Beteiligung auch die Akzeptanz einzelner Projekte.

Der Staatssekretär nutzte die Gelegenheit und dankte dem VKU für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren: „Gerade hier in Rheinland-Pfalz pflegen wir die Diskussion des Dialogs und der Zusammenarbeit.“

Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE, ERNÄHRUNG UND FORSTEN

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