Vogelgrippe in Rheinland-Pfalz: Informieren, vorbeugen und unterstützen

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Vogelgrippe in Rheinland-Pfalz: Informieren, vorbeugen und unterstützen Andreas Rahm - SPD Fraktion RLP - A. Heimann
(BUP) Die Koalitionsfraktionen haben heute einen Antrag zu den Herausforderungen der Vogelgrippe in Rheinland-Pfalz für Kleinhalter und Züchter beschlossen. Dazu erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Rahm: „Zwar ist die Vogelgrippe in Deutschland weitestgehend abgeklungen, in zahlreichen europäischen Mitgliedstaaten werden jedoch immer wieder Ausbrüche gemeldet. Auch in Rheinland-Pfalz muss man sich daher auf einen erneuten Ausbruch der Geflügelpest einstellen und bereits jetzt vorbeugende Maßnahmen einleiten. Für Klein- und Hobbyhalter sowie Geflügelzüchter bedeutet jeder Ausbruch eine akute Existenzbedrohung. Rasselgeflügelzüchter leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Viele der gezüchteten Rassevögel finden sich auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen. Eine Dezimierung in der Rassegeflügelzucht kann somit auch einen Verlust der genetischen Vielfalt bedeuten.“

Rahm weiter: „Im Mittelpunkt einer effektiven Tierseuchenbekämpfung muss die schnelle Kommunikation und gute Zusammenarbeit des Landesuntersuchungsamts, der zuständigen Kreisverwaltungen und der betroffenen Geflügelhalter und -züchter stehen. So sollten relevante Fristen und Anordnungen tagesaktuell auf den Homepages der Kreisverwaltungen sowie auf der Homepage des Landesuntersuchungsamts einsehbar sein. Zur Vorbereitung auf einen erneuten Ausbruchsfall gilt es, Geflügelhalter über Vorkehrungen aufzuklären, die sie im Rahmen ihrer Vorsorgepflicht bereits jetzt zum Schutz ihrer Tiere vornehmen können. Zudem setzen sich die Koalitionsfraktionen in ihrem Antrag dafür ein, die Nutzung von engmaschigen Netzen während einer Aufstallungsanordnung zu prüfen.“

Quelle: SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

17 Kommentare

  • Manfred Loick

    Koalition ist immer ein Kompromiss. Hier ist wieder einmal ein fauler Kompromiss festzustellen. Vogelgrippe wird immer wieder ausbrechen, wie der Name schon sagt, ausbrechen. Die Ausbrüche erfolgen in der Massentierhaltung. Wildvögel werden zu Unrecht verdächtigt, und Hausgeflügel wird aus der gesunden Haltung in eine krankmachende Haltung gebracht. Vor einer Entscheidung sollte man sich sachkundig machen, diese Politiker haben den Beweis erbracht, ihrer Verantwortung nicht gewachsen zu sein.

    Manfred Loick Sonntag, 19. November 2017 20:02 Kommentar-Link
  • Antonie Gad

    Vorne weg: Wer Angst um sein Rassegeflügel hat, der sollte impfen dürfen.

    Der Seuchenschutz bestünde in meinen Augen zum einen darin, die Wildvögel vor dem Geflügelmist mitsamt Kadavern auf den Äckern und im Osten in den Fischzuchtteichen zu schützen, und dafür zu sorgen, dass es an Autobahnen entlang keine Ansteckungsgefahr für Wildvögel gibt.
    Und zum anderen auch darin, keine Tiere, weder lebend noch tot über die Kontinente zu bewegen, auch nicht als Wurstbrot. Da die Vogelgrippe in Europa ganzjährig vorhanden war, ist es regelrecht kriminell, die Elternküken weiterhin von Deutschland aus in die ganze Welt zu exportieren. Wir sollten sie vor Ort produzieren.

    Und, weshalb ich meine vier Gartenhühner einsperren soll, obwohl sie keinerlei Kontakt zur problematischen industriellen Eier- und Fleischproduktion haben, weshalb ich sie deshalb ohne für mich ersichtlichen Grund durch Aufstallung zu Tode quälen soll - sogar die für die Freilandhaltung umgezüchteten Lohmannhühner sterben bei der Aufstallung ein halbes Jahr lang Tag für Tag weg. Mir leuchtet es nicht ein, ein solches Vorgehen als einen Schutz zu bezeichnen.

    Wenn die Tiere in den Ställen, die noch niemals das Tageslicht gesehen haben und es niemals sehen werden, kränkeln, dann sperrt man zur stabilisierung derer Gesundheit die Freilandgeflügel, zu welchen sie niemals Kontakt haben werden, weg. Für die Gesundheit eines kränkelnden Stubenhockers holen wir alle Kinder von der Strasse - das wäre völliger Humbug.
    Man schießt bei dieser Gelegenheit mancherorts Raben und Tauben ab. Wer daran glaubt, verlangt auch den Abschuss aller Wildenten.

    Wir schaffen die Freilandhaltung ab zum Schutz der industriellen Produktion von Fleisch und Eiern. Dabei fehlt völlig der Beweis, dass die Freilandhaltung darauf einen Einfluss hat. Andersherum, dass der Stallmist Einfluss auf die im Gülleacker stehenden Reiher hat, oder im Osten die Zuchtfischteiche, welche mit Hühnermist gedüngt werden, auf die Zugvögel einen Einfluss haben, das finde ich persönlich wesentlich wahrscheinlicher.

    Die industriellen Geflügelställe haben Biosicherheitsmaßnahmen für alles, was hineingelangt. Aber, heraus kommt alles ohne jegliche Überprüfung und ohne jegliche Biosicherheit für die Wildvögel. Dann steckt sich auch ein Huhn am Kompost an den Fleischabfällen aus der Küche, von der Ente aus dem Supermarkt an. Wie in Brandenburg 2 x nachgewiesen. Aufklärung und Meldepflicht, das sind jene Punkte, die für mich wichtig sind.

    Antonie Gad Samstag, 18. November 2017 23:05 Kommentar-Link
  • Siegfried Deibert

    Eine Traurige Sache was die Landesregierung Rheinland-Pfalz uns Geflügelzüchtern hier präsentiert!
    Dieser Antrag ist schon ein starkes Stück und für uns Kleintierhalter und Geflügelzüchter ein Schlag ins Gesicht. Alle geführten Gespräche und Anträge von uns am runden Tisch hat man fallen lassen. Sieht man sich die Meinungen und Aussagen von so manch regierenden Abgeordneten im Mainzer Landtag an, kommen automatisch Zweifel wo kommt ihr Wissen her. Werden hier auf Staatskosten eventuell beratende Wissenschaftler und Veterinärärzte beschäftigt nur um den Kleintierhaltern und den Geflügelzüchtern zu Schaden. Wo sonst sollten Sie ihr Wissen herbekommen, denn viele kennen ein Geflügelstall noch nicht einmal von innen. Herr Haller hat schon 2016 in seinen Aussagen bewiesen, dass er vollkommen unkundig ist der Sache Vogelkrippe.
    Ein schönes Hobby leidet unter einem Paragrafen Gewirr, dass nur einen Zweck verfolgt Kleintierhalter und Geflügelzüchter zur Aufgabe zu bewegen. Besonders die Rheinlandpfälzische Landesregierung in Mainz, unter seiner Ministerpräsidentin ist Vorreiter für alle Landesregierungen in Deutschland, Kompetenzen zu Schaffen die sich gegen das Hobby von Kleintierhaltern und Geflügelzüchter wendet. Ein Unerträglicher Zustand für Kleintierhalter und Geflügelzüchter, hier greift die Politik massiv in unser Hobby ein. Schon heute können Gesetzlich vorgeschriebene Impfungen gegen die New Castle Krankheit nicht 100% durchgeführt werden, da mansche Tierärzte sich nicht für zuständig erklären. Und sich lieber mit Hunden und Katzen beschäftigen. Es ist nicht nachvollziehbar was man unseren Tieren, den Vereinen und uns Züchtern von Seiten der Politik zumutet. Millionen Tiere werden bestialisch gekeult obwohl sie nicht krank sind. Vorbeugende Maßnahmen nennt die Politik das Ganze. Man sie den Fall 2016 in Wörth als dort seltene Entenrassen gekeult werden sollten, die sich heute bester Gesundheit erfreuen.
    Wo, ist da ein Herz für Tiere? Man muss sich nicht wundern, dass die renommierten Parteien als schlechtere Wahlergebnisse erzielen. Mit einem solchem Gedankengut das zurzeit im Landtag von Rheinland-Pfalz gegen unser Hobby herrscht, ist so mancher Abgeordnete/er für den Rheinlandpfälzischen Landtag nicht mehr wählbar. Das Interesse dient nur den Wirtschaftsbossen. Es drängt sich die Frage auf, was wird zum Schutze des Geflügels in der Wirtschaft Geflügelzucht getroffen. Nicht von der Handzuweisen ist, dass etliche wirtschaftliche Großbetriebe sich selbst infizierten. Die Zukunft für Kleintierhalter und Geflügelzüchter sieht, wenn die politischen Querdenkerei der Abgeordneten so weiter geht düster aus. Wir werden in Zukunft keinen Stichhaltigen Termin an Geflügelschauen mehr haben. Oder ganz unser Hobby die Geflügelzucht aufgeben müssen. Stallpflicht oder keine kann nach Auffassung der Geflügelhalter nur durch mehr Zusammenarbeit bereinigt werden. Die Auslegung der Gesetzeslage liegt alleine in den Händen der Veterinärärzte. Sie Treffen die Entscheidungen wo und wann und wie lange die Stallpflicht ausgeführt wird. Sie bestimmen auch wann und wo welche Tiere gekeult werden. Sie sind allein bestimmend über Leben und Tod unserer Tiere. Wird die Stallpflicht, sich Jahr für Jahr wiederholen. Wird es 2019 unter dieser Landesregierung in Mainz keine Kleintierhalter und Geflügelzüchter mehr geben. Spätestens dann, hätten die Lobbyisten des Geflügelwirtschaftsverbandes mit ihren Helfershelfern ihr Ziel erreicht. Schon heute scheint bei manchem Veterinärarzt das sinnlose töten von Geflügel keine Rolle mehr zu spielen. Eine freiwillige Selbsterklärung, für jene Veterinärärzte, welche sich diesbezüglich noch einen ganz anderen Standpunkt bewahrt haben und uns helfen. Die Stallpflicht gehört abgeschafft sie dient nur zum alleinigen Schutz der Massentierhaltung. Da der weltweite Geflügelmarkt von wenigen Konzernen beherrscht wird, die ihre Tochterunternehmen auch weltweit mit ihren Produkten beliefern, wird das Virus schnell über die Handelswege weltweit verbreitet. Das Friedrich-Loeffler-Institut FLI, welches die Empfehlung zur Aufstallung ausspricht, und viele Politiker, sehen wir Geflügelzüchter aus verschiedenen Gründen in Sachen Erforschung der Verbreitungswege nicht als vollständig neutral an.

    Siegfried Deibert Montag, 13. November 2017 11:29 Kommentar-Link
  • Melani Marfeld

    Wenn nicht endlich ein Umdenken erfolgt, und die völlig absurde Wildvogeltherie und ihre Verbreitungswege als falsch erkannt werden, dann wird sich an der Verbreitung von HPAI durch die Massentierhaltungen und ihre Wirtschaftswege nichts ändern.
    Nicht die artgerechte Freilandhaltung des Geflügels stellt eine Gefahr für die Tiere dar, sondern sie zwanghafte Enge der Massentierhaltung, die man auch den Hobbyhühnerhaltern als Schutz schmackhaft machen möchte.
    Ich lege Ihnen die Fachinformationen des WAI, der Ornitholigen, sowie von Prof. Bhakdi und Prof. Reiss nahe, denn sie zeigen die wahren Ursachen auf.

    Melani Marfeld Sonntag, 12. November 2017 21:44 Kommentar-Link
  • Hans-Jürgen

    Mich interessiert vielmehr, wie sich die Geflügelindustrie auf einen erneuten Ausbruch der Vogelgrippe vorbereitet. Genau so weitermachen wie im vergangenen oder Anfang diesem Jahr, wo durch zigfaches Versagen der Biosicherheitsmaßnahmen Millionen von Tiere vorsorglich gekeult wurden? Die Ausgleichzahlungen machen den Schaden ja wieder gut. Es ist auch sehr schade, dass jegliche Aufklärungsversuche, wie der Virus in diese hermetisch abgeriegelten Stallungen gekommen sind, im Sande verlaufen. Gibt es neue Erkenntnisse, oder vertraut man weiter dem FLI mit seinen Thesen, die unzählige Millionen Euro verschlingen. Der Hobbyhalter ist in einer Statistenrolle, nehmt euch die Massentierhaltung vor, da besteht Handlungsbedarf!

    Hans-Jürgen Samstag, 11. November 2017 23:41 Kommentar-Link
  • Susi

    Nicht die Hobbyhalter und Züchter müssen aufgeklärt werden, sondern die Politiker! Was für neue Erkenntnisse hat denn das FLI im letzten Jahrzehnt erlangt, nach intensiver Forschung? Im Grunde genommen, gar keine. Immer noch die alte Leier vom bösen Wildvogel. Wie kommt denn der Virus in Hochsicherheitstrakte der Massentierhaltung? Wer untersucht den ganzen Mist/Kadaver, welche aus den Massentierhaltungen auf die umliegenden Äcker ausgebracht werden? Wird da nicht eher ein Schuh draus, daß der Virus aus der Massentierhaltung in die Umwelt verbracht wird? Es gibt keine Zugvogelrouten von China, Korea, Rußland nach Europa. Und wieso bricht das Virus im Hochsommer in Italien und Frankreich in Massentierhaltungen aus, wenn es doch lt. FLI bei erhöhter UV-Strahlung inaktiv wird? Vielmehr sollten mal die Handelswege des Wirtschaftsgeflügels/Futter unter die Lupe genommen werden!

    Susi Samstag, 11. November 2017 21:19 Kommentar-Link
  • Anja Pansin

    Sehr geehrter Herr Rahm, ich gehe völlig konform mit Ihrer Aussage dass jeder Ausbruch eine akute Existenzbedrohung darstellt und dass hieraus ein Verlust der genetischen Vielfalt resultieren kann. Die Ursache für die Verbreitung der Vogelgrippe liegt jedoch nicht bei den Wildvögeln, sie ist vielmehr grösstenteils Folge der Vernachlässigung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Grossbetrieben. Daher ist hier anzusetzen und Verstösse gegen die Biosicherheitsmaßnahmen sind scharf zu sanktionieren. Die Aufstallung des Geflügels der Rassegeflügelzüchter und Hobbyhalter ist demgegenüber wirkungslos und ungeeignet eine Ausbreitung zu verhindern. Sinnvoll wäre auch eine weitere Untersuchung der Verbreitungsursachen durch unabhängige Wissenschaftler, eine Änderung der Geflügelpestverordnung sowie die Unterscheidung zwischen niedrig und hoch pathogenen Viren.

    Anja Pansin Freitag, 10. November 2017 20:11 Kommentar-Link
  • Imme

    Ich schütze meine 20 Hühner am besten vor Infektionen, wenn ich ihnen Luft, Licht und viel Freilauf zur Verfügung stelle. Vor Viren kann ich sie auch nicht schützen, wenn ich sie in den Stall sperre, oder den Auslauf überdache... im Gegenteil. Wenn die Tiere dicht aufeinender gehalten werden müssen, werden sie am ehesten krank.
    Warum bloß dieses Theater wegen dieser Vogelgrippe, die für den Menschen nicht gefährlich ist? Jedes Jahr gibt es etwa 20 000 Grippetote. Würde es Sinn machen Schulklassen oder Büroangestellte über Monate in ihre Räume einzusperren, wohl kaum.
    Die Gefährdung des Geflügels in den Großställen geht weder von den Wildvögeln noch von den im Freiland gehaltenen Tieren aus, sondern einzig und allein von der Haltungsform, die Infektionen und Krankheiten begünstigt.

    Imme Freitag, 10. November 2017 18:41 Kommentar-Link
  • Helge Pfeffer

    Weniger ein Ausbruch, denn die Maßnahmen haben zur massiven Verringerung der genetischen Vielfalt und zur Existenbedrohung der Rassegeflügelzucht bereits beigetragen. Wieso sind in UK sogar Agrilaser für große, kommerzielle Freilandhaltungen zugelassen, während hier selbst 3 Hühner im Reihenhausgarten Maßnahmen wie für industrielle Großbetriebe inkl. dem täglichen Einsatz auch für Menschen hochgiftiger Substanzen erfordern? Und wie oft muss man jetzt auf den Homepages der Behörden nachsehen, welche Maßnahmen gerade aktuell sind? Täglich? Stündlich? Wozu muss man selbst 3 Hühner, ach was, sogar eine winzige Wachtel, behördlich registrieren lassen, inkl. allem drum-und-dran, so wie ein industrieller Großmäster mit hunderttausenden Tieren, wenn man immer noch alles permanent selber nachsehen muss? Wozu werden unsere Steuergelder in den Behörden eigentlich verbraten? Liebe Politiker, wieso darf eine Behörde ohne auch nur einen Fund eines infizierten Wildvogels monatelange Aufstallpflichten verhängen? Das ist sinnloser als Autofahren mit Helm.

    Helge Pfeffer Freitag, 10. November 2017 17:01 Kommentar-Link
  • Julia Buschmeyer

    Ich finde den Antrag sehr gut. Natürlich müsssen in Hochrisikogebieten andere Maßnahmen ergriffen werden als außerhalb von Hochrisikogebieten. Ganz Rheinland-Pfalz ist allerdings kein Hochrisikogebiet. Es gab nur einen Ausbruch von HP H5N8 in RLP, das war in Bad Dürkheim eine Kleinhaltung mit 3 Gänsen und 3 Hühnern. 2 Gänse waren tot, die anderen Tiere wurden gekeult. Hinterher stellte sich heraus, dass die Hühner nicht infiziert waren. Für Kleinhaltungen scheint der Übertragungsweg "Oberflächenwasser" der wahrscheinlichste zu sein. Übernetzungen-in anderen EU-Ländern längst gängige Praxis-reichen daher aus.

    Erschütternd sind die Zahlen aus RLP, die Folgen der Aufstallung und nicht der Vogelgrippe waren: 8 Rassen, die auf der Roten Liste standen und die nur noch in RLP gezüchtet wurden, sind unwiederbringlich verloren, da 6 Monate Stallpflicht die Tiere wie Züchter zur Verzweiflung getrieben haben und die Züchter aus reinem Tierschutz ihre schwerst stallpflichtgeschädigten Tiere geschlachtet haben. Im gesamten Altrheingebiet, dem früheren Hauptgebiet der Wassergeflügelzüchter, gibt es keine, wirklich: überhaupt keine!, Wassergeflügelzüchter mehr. Sie haben alle wegen der schweren Folgen der Stallpflicht für ihre Tiere aufgegeben. Wollen wir, dass unsere Kinder und Enkel nur noch weiße und braune Industriehybriden, nur noch standardisiertes Massenwassergeflügel und keine regionalen Rassen mehr kennenlernen können?

    Julia Buschmeyer Freitag, 10. November 2017 16:26 Kommentar-Link
  • Andreas Höltje

    Es ist nicht die Vogelgrippe die alte Rassen und deren Zuchten bedroht - es ist die tierquälerische und unnütze Stallpflicht, die diese Arten und Zuchten gefährdet! Lasst eure unqualifizierten Maßnahmen stecken und kümmert euch um die Tiere in den Massenställen euerer Lobbyistenfreunde liebe Politiker, dann habt ihr genug für den Artenschutz getan! Netze mögen besser sein als Planen aber der Unsinn bleibt damit Unsinn........

    Andreas Höltje Freitag, 10. November 2017 14:46 Kommentar-Link
  • Guido Hamann

    Ich empfehle den Herrn Politiker von der SPD Nachhilfeunterricht, einzig diese unsägliche Geflügel-Massentierhaltung und deren Transportwege ist/sind kausal und ursächlich für bzw. an der Verbreitung der Seuche verantwortlich! Die Lobby gesteuerte FLI wird immer erzählen was die Geflügelwirtschaft wünscht. Diese falsche Grinsen macht ohnmächtig!

    Guido Hamann Freitag, 10. November 2017 14:44 Kommentar-Link
  • Dietz Thomas

    Toll !! Bau ich wie es das Veterinäramt möchte bekomme ich eine Strafe vom Bauamt und Bau ich nach dem Bauamt werde ich vom Veterinäramt bestraft. Das habe ich hier schon im Kreis Mainz-Bingen so gesagt bekommen. Auch ich habe Tiere von der roten Liste , das ist ihnen aber egal !

    Dietz Thomas Freitag, 10. November 2017 14:42 Kommentar-Link
  • Frank Harrer

    Schöne Worte... aber hat das auch wissenschaftliche Grundlagen? Wird untersucht an was die gefundenen Wildvögel gestorben sind!? Information ist wichtig! Nur... ich versuche ein wenig den Überblick zu bekommen! Keine Chance! Ein gutes Beispiel ist die Sentinelhaltung... eigentlich eine durchaus gute Sache. Bei den einen "Ämtern" gehts gar nicht.. bei anderen kostet die Bescheinigung dafür nichts, bei anderen 50 Euro. Deutschland ... ein Land der Uneinigkeit. Werden Kreisgrenzen überschritten sieht schon wieder alles ganz anders aus. In manche Fällen schieben Ministerieen den Veterinärämtern die Verantwortung zu... die wieder zurück. Für den kleinen Geflügelhalter eine Katastrophe nach der anderen! Unklare Verhältnisse... Kosten... nur schwer erfüllbare Vorgaben... und wenig gefährliche Vorgänge bei den Geflügelzüchtern! Wenn man uns entsprechend einbinden würde könnte man z.B. die ND Impfung flächendeckend hin bekommen.. aber so wie das grad in der Republik läuft.. eher nicht! Warum schreib ich dass.. da war mal was mit dem FLI dass den Auftrag hatte einen Marker Impfstoff zu entwickeln für viele Millionen.. und dass ist viele viele Jahre her! Wo ist der Impfstoff!? Politik sollte auch Kontrolieren was sie für viel Geld in Auftrag gibt!

    Frank Harrer Freitag, 10. November 2017 14:39 Kommentar-Link
  • Demler, Helmut

    Ich darf im Namen unseres LV mitteilen, dass wir über den Antrag weitestgehend enttäuscht sind, da dieser fast keine unserer Forderungen, wie mit Ihrer Fraktion in Mainz und in Wörth besprochen, enthält.

    Wie z.B.

    • Aufstallpflicht nur dann anzuordnen, wenn in einem Gebiet ein infiziertes Tier gefunden, getestet und ein hochpathogenes Virus wissenschaftlich bestätigt wurde.
    In diesem Fall eine Aufstallung auf höchsten 21 Tage zu begrenzen
    • Die Verantwortung der Landesregierung nicht an die Kreisveterinäre zu delegieren sondern die Macht und somit auch die Behördenwillkür der Kreisveterinäre einzudämmen.
    In erster Linie müssen geeignete Maßnahmen zur Bewertung der Vogelgrippe ergriffen und für uns Rassegeflügelzüchter Perspektiven erarbeitet werden damit wir keinen Existenzkollaps erleiden.
    • Eine Änderung der Geflügelpestverordnung ist unabdingbar
    • Frage nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Verbreitung der Vogelgrippe? Studien von unabhängigen Wissenschaftlern!
    • Mistentsorgung der Großbetriebe! Kontrolle, Verbrennung damit Krähen und Vögel das Virus nicht weiter verbreiten können!
    • insbesondere die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Großbetrieben zu kontrollieren/überwachen und bei Verstößen diese dann auch entsprechend zu sanktionieren
    • völlig überrascht sind wir, dass die SPD nun die Verwendung von Netzen erst einmal prüfen will obwohl von Seiten der Ministerin U. Höfken bereits eine Zusage zu diesem Thema vorliegt.

    Demler, Helmut Freitag, 10. November 2017 13:55 Kommentar-Link
  • Michael von Lüttwitz

    In dem Statement wird gesprochen, dass man die Geflügelhalter aufklären muss. Das klingt wie ein Hohn, denn die Politiker sind diejenigen, die aufgeklärt werden müssen, um endlich zu verstehen, dass die bisherigen Methoden der Vogelgrippebekämpfung versagt haben, mehr noch, das Virus hat sich etabliert. Deshalb bedarf es der Abstellung der Vogelgrippeverbreitungsursache. Diese ist im Management der Wirtschaftsgeflügelzucht zu suchen und nicht bei Zugvögeln, wie vom FLI seit über einem Jahrzehnt ohne Beweisführung behauptet wird. Aufstallung ist im Bereich der Rassegeflügelzucht völlig sinnfrei und dient wohl nur dazu, der Öffentlichkeit vorzugaukeln, man wäre effektiv. Es wäre aller höchste Zeit, wenn sich die Politiker einmal darüber klar werden würden, dass niedrigpathogen bedeutungslos ist, wenn dieses Virus in artgerechten Haltungen festgestellt wird. Sie sollten endlich einmal nach diesem Nachhilfeunterricht dann entsprechendes politisches Handeln durchsetzen anstatt nach dem bisherigen Stiefel "Weiter so" zu agieren, wenn auch mit kleiner kosmetischer Variation.

    Michael von Lüttwitz Mittwoch, 08. November 2017 15:40 Kommentar-Link
  • Elisabeth

    Die Tiere privater Halter kommen nicht in Schlachthöfe oder in den Handel.
    Daher sollten sie von der Stallpflicht ausgenommen werden, denn jene richtet viel mehr Schaden an und quält die Tiere viel stärker, als die tatsächliche Infektion einiger Privattiere es könnte.

    Es hat sich zudem (auch 2016 in Plön!) gezeigt, dass die meisten Freilandhaltungen auch während der Infektion von Wildtieren von Ansteckung verschont blieben - und dass das Virus auch in Stallhaltungen auftrat, die stark abgesichert waren. Das Auftreten in Haltungen erfolgte weitgehend unabhängig vom Auftreten in Ställen, so dass eien Verbreitung durch Wildvögel eher unwahrscheinlich erscheint!

    Elisabeth Samstag, 28. Oktober 2017 15:43 Kommentar-Link

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesUmweltPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.