Böhme: Bevölkerung erkennt Bedrohung durch Klimawandel, Sachsens Staatsregierung Teil des Problems – Zeit drängt

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Böhme: Bevölkerung erkennt Bedrohung durch Klimawandel, Sachsens Staatsregierung Teil des Problems – Zeit drängt Marco Böhme - dielinke-sachsen.de - DiG - trialon
(BUP) Der Klimawandel ist die größte Sorge der Bevölkerung in Deutschland, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Vor 15 Jahren erlebte insbesondere Sachsen mit der Jahrhundertflut ein Extremwetterereignis katastrophalen Ausmaßes. Die Sorgen der Menschen sind berechtigt, dazu erklärt der Sprecher für Klimaschutzpolitik der Fraktion DIE LINKE, Marco Böhme:
 
Viele Menschen sind verunsichert, wenn es um die Frage eines lebenswerten Planeten geht. Den neuesten Erkenntnissen der weltweiten Klimaforschung zufolge haben wir eventuell nur noch drei Jahre Zeit, den Wandel beim Ausstoß von Treibhausgasen einzuleiten.  Aber was passiert in Sachsen? Was tut die CDU/SPD-Staatsregierung, damit klimafreundliche Verhaltensweisen und Produkte in Sachsen Verbreitung finden und die Treibhausgase eingedämmt werden? Nichts. Ganz im Gegenteil. Sie unterstützt die Klimakiller! Sie behindert den Ausbau der Erneuerbaren Energien und kämpft vehement für eine möglichste lange Auskohlung der Tagebaue, sie plant einen Ausbau der klimaschädlichen Massenfleischproduktion, die Ticketpreise für das umweltfreundliche Bus- und Bahnfahren steigen weiter, die ÖPNV-Fahrpreise im Raum Leipzig wurden heute erhöht, sachsenweit im Regioverkehr wohl dann im Dezember.
 
Genau diese Verhältnisse beschleunigen den Klimawandel. Weder eine konsequente Energiewende wird verfolgt – im Gegenteil – noch eine Verkehrswende, die den ÖPNV stärkt und Menschen motiviert, das Auto stehen zu lassen. Langfristig wird das nicht nur unsere Gesundheit und die der nachfolgenden Generation erheblich beinträchtigen, sondern uns als Gesellschaft sehr teuer zu stehen kommen, wie das Beispiel Hochwassersanierung Weißeritzknick mit 40 Mio. € Kosten in diesen Tagen anschaulich zeigt
Nach den Klimaprotesten in der Lausitz wurde von der CDU eine Menschenjagt eröffnet. Alle Beteiligten seien Terrorristen. Proteste und Politikwechsel in Sachsen sind aber wichtig, um das Ruder herumzureißen. Nach dem beschlossenen Klimaabkommen von Paris im Jahr 2015 haben wir einen dringlichen Antrag (Parlaments-Drucksache 6/3589)  in den Landtag eingebracht, der entsprechende Maßnahmen zur Verringerung des CO-2-Ausstoßes in Sachsen vorsah. Die dringende Behandlung des Antrages wurde von CDU, SPD und AfD abgelehnt, es gab keine Debatte dazu im Plenarsaal. Eine anschließende Anhörung zeigte, dass diese dringend notwendig gewesen wäre. Der CDU-Obmann Heinz leugnete den menschengemachten Klimawandel, sodass Jörg Urban (AfD) nur sagen brauchte, sein Vorredner habe alles gesagt. Wir werden weiter außerhalb des Parlamentes (Klimaprotest …) und im Landtag (siehe Initiativen „Energie und Klima“) für einen sozial verträglichen Klimaschutz einstehen. Damit wir in 15 Jahren den Beginn der Klimaschutzwende in Sachsen feiern können.

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

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