Zwischenlager dürfen nicht schleichend zu Endlagern werden

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Zwischenlager dürfen nicht schleichend zu Endlagern werden Bernd Voss - sh-gruene-fraktion.de
(BUP) Zu den Vorbereitungen für den Transport von defekten Brennstäben aus dem AKW Brunsbüttel nach Schweden sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß: Vom Beginn des Betriebes des AKW Brunsbüttel in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts fallen immer wieder defekte Brennstäbe an. Bis heute ist nicht geklärt, wie diese Stäbe zwischengelagert werden können und wie sie sich bei der Zwischenlagerung verhalten. Unklar ist außerdem, wie die Behälter gestaltet sein müssen, in denen die defekten Stäbe zwischengelagert werden könnten. Die sonst bei hochradioaktivem Müll verwendeten Castoren scheinen nicht geeignet zu sein. Es wird im Rahmen des Forschungsvorhabens in Schweden hoffentlich zu mehr Klarheit in dieser Sicherheitsfrage kommen. Auch in anderen AKWs werden noch defekte Brennstäbe, gelagert deren weiterer Verbleib offen ist.

Tragfähige Lösungen für die Zwischenlagerung in den nächsten Jahrzehnten stehen aus. Der Vorgang um die ungeklärte Zwischenlagerung der defekten Brennstäbe in Brunsbüttel macht auch deutlich, dass zügig in die Planungen für ein zentrales Zwischenlager für hochradioaktiven Müll eingestiegen werden muss. Dabei sollte insbesondere auch Reparaturtechnik, wie zum Beispiel sogenannte heiße Zellen, für die Reparatur defekter Castoren vorgesehen werden. Die Zwischenlager an den AKW Standorten haben noch eine Genehmigung für gut 25 Jahre. Brunsbüttel selbst hat durch ein Gerichtsurteil auch diese Genehmigung verloren. Die Zeit drängt also. Zwischenlager dürfen aber auf keinen Fall zu schleichenden Endlagern werden.

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag

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