Achtung! Knallkörper, Bleigießen und Co.: PETA-Expertin gibt Tipps für eine tierfreundliche Silvesternacht

(BUP) Entspannt ins neue Jahr: Hunde und Katzen reagieren auf den Jahreswechsel zwar ganz individuell, doch bei vielen Vierbeinern verursachen explodierende Feuerwerkskörper Panik. Neben dem für Tiere ohrenbetäubenden Lärm kann auch der Geruch von gezündeten Feuerwerkskörpern einen Fluchtinstinkt auslösen. Doch Stress zum Jahreswechsel muss nicht sein. Sylvie Bunz von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat einige Tipps für das Silvesterfest zusammengestellt, damit auch Hunde und Katzen einen angstfreien Jahreswechsel erleben.
 
„Silvester birgt für Hunde und Katzen ein hohes Stresspotenzial“, so Sylvie Bunz. „Doch eine gute Vorbereitung und die gehörige Portion Ruhe sind bereits die halbe Miete. Werden die folgenden Regeln befolgt, können Tierhalter ihren Hunden und Katzen den Jahreswechsel erleichtern.“
 
- Hunde und Katzen sollten an Silvester nicht über einen längeren Zeitraum alleine gelassen werden.

- Schon Stunden vor dem Jahreswechsel beginnen viele Feierfreudige mit der Knallerei. Den Silvesterabend müssen die Tiere deshalb sicher im Haus verbringen. Auch umzäunte Gärten sind an Silvester nicht sicher: Zu Tode erschreckte Tiere finden auf ihrer Flucht fast immer einen Ausweg.

- Geschlossene Rollläden, sanftes Licht und leise Musik bzw. Fernsehgeräusche können helfen, den Feuerwerkslärm für die Tiere möglichst auszublenden. Wichtig ist, Hunde und Katzen nicht in ihrer Angst zu bestärken. Wenn Tierhalter Gelassenheit ausstrahlen, vermittelt das auch den Vierbeinern Sicherheit.

- Familien, bei denen Bleigießen zum Silvesterritual gehört, müssen darauf achten, dass Hunde und Katzen nicht an das verwendete Wasser gelangen – es kann zu schweren Vergiftungen führen!

- Tierhalter, die am Silvesterabend noch mit ihrem Hund spazieren gehen, sollten ihn an der Leine führen. Für den Fall, dass sich das Tier in Panik aus dem Geschirr befreit und davonläuft, muss der Vierbeiner ein Halsband mit Adressanhänger und Telefonnummer tragen.

- Hunde dürfen keinesfalls mit zum Feuerwerk genommen werden. Raketen bergen neben dem Schreckpotenzial auch eine Verletzungsgefahr.

- Leiden tierische Mitbewohner bekanntermaßen besonders stark unter dem lauten Jahreswechsel oder neigen sie zu Panikattacken, kann es ratsam sein, in Absprache mit einem Tierarzt beruhigende Medikamente zu verabreichen. Halter von ängstlichen Hunden können sich dem Silvesterlärm entziehen, indem sie kurzzeitig eine ruhige Gegend aufsuchen.

Silvester ist nicht nur für unsere tierischen Mitbewohner eine Belastung. Vor allem wildlebende Tiere leiden unter dem für sie unbekannten Lärm. Wer ein Herz für Tiere hat, sollte das Jahresende deshalb möglichst ohne Raketen und Knallkörper feiern.

Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Quelle: peta.de