Töten als „Hobby“: PETA kritisiert Jagdmesse in Augsburg

(BUP) Tödlicher „Freizeitsport“: Ab Donnerstag findet auf dem Augsburger Messegelände die Messe „Jagen und Fischen“ statt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert die Veranstaltung und rät von einem Besuch der Messe ab. Hobbyjäger töten Tiere vornehmlich im Rahmen einer „Freizeitbeschäftigung“ und fügen den empfindsamen Lebewesen dabei häufig erhebliche Schmerzen zu. Obgleich die Jagd Studien und renommierten Wildbiologen zufolge unnötig ist, werden in Deutschland jedes Jahr mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie schätzungsweise 350.000 Hunde und Katzen von Jägern getötet. PETA fordert ein Verbot der Hobbyjagd in Deutschland.
 
„Das Erschießen von Tieren als eine Art unterhaltsamen Freizeitsport anzupreisen ist geschmacklos“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht Jagen unermessliches Tierleid – beispielsweise werden jedes Jahr hunderttausende Tiere durch Fehlschüsse getroffen und sterben oftmals einen langsamen und qualvollen Tod.“
 
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftler wiesen nach, dass in bejagten Wildschweinpopulationen die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass sich in dem Gebiet die Population der betreffenden Wildtiere erhöht. Auch Prof. Dr. Josef Reichholf, ein namhafter Biologe der TU München, sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.
 
PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.

Quelle: peta.de