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Flusspferd an verschlucktem Tennisball gestorben – PETA übt Kritik an Verantwortlichen des Frankfurter Zoos

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Flusspferd an verschlucktem Tennisball gestorben – PETA übt Kritik an Verantwortlichen des Frankfurter Zoos

(BUP) Tod durch Tennisball: Nach der Obduktion des am gestrigen Donnerstagmorgen im Frankfurter Zoo gestorbenen Flusspferds Maikel steht die Todesursache fest: durch einen verschluckten Tennisball konnte das Tier seinen Magen nicht mehr entleeren. Angesichts des qualvollen Todes wirft die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. den Zoo-Verantwortlichen nun vor, nicht ausreichend für die Sicherheit des 39-jährigen Bullen gesorgt zu haben. Immer wieder schwimmen oder liegen Müllteile oder Gegenstände in Tiergehegen, die von Besuchern hineingeworfen oder verloren werden – erst im Februar 2014 starb Eisbär Anton qualvoll im Stuttgarter Zoo, nachdem er die Tasche und die Jacke eines Besuchers gegessen hatte. Da Flusspferde von Zoos nicht ausgewildert werden und ihre Gefangenschaft nur der Belustigung der Besucher dient, fordert PETA ein Nachzucht- und Importverbot für diese Tierart. Die Haltung in Zoos kann so mittelfristig auslaufen. Dadurch frei werdende Mittel sollten in Artenschutzprojekte in Afrika investiert werden.
 
„Wenn Zoos Tiere schon ein Leben lang in zu kleine Gehege einsperren, sollten sie wenigstens ausreichend für ihre Sicherheit sorgen. Die Gefahren von herumliegenden Gegenständen sind angesichts zahlreicher Vorfälle seit Jahren bekannt“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V. „Aufgrund der vielen tausend Kinder, die den Zoo jeden Monat besuchen, hätte damit gerechnet werden müssen, dass sich Besucher irrational oder unverantwortlich verhalten. Dass Zoodirektor Prof. Niekisch die Schuld nun den Besuchern selbst zuschiebt, soll wohl von den eigenen Defiziten beim Schutz der Tiere ablenken.“
 
Flusspferde leben in und in der Nähe afrikanischer Gewässer in großen sozialen Gruppen. Jede Nacht kommen die großen Pflanzenfresser an Land, um in einer Zeitspanne von fünf bis sechs Stunden Gräser zu sich zu nehmen. Die Gruppen können bis zu 150 Tiere umfassen.
 
PETA spricht sich grundsätzlich gegen die Haltung von Wildtieren in Zoos aus. Artwidrige Haltungsbedingungen und schwere Verhaltensstörungen sind dort eher die Regel als die Ausnahme. Die Besucher lernen nichts über die Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren, wenn diese ihr Dasein in qualvoller, beengter Gefangenschaft fristen.
 
Peter Höffken, +49 (0) 173 291 8561, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: peta.de
Bild: pixabay.com

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