Torsten Herbst MdB: Umweltbonus für E-Autos wird in Mitteldeutschland kaum genutzt – Nur 731 Anträge in Sachsen im Jahr 2018 gestellt

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Torsten Herbst MdB: Umweltbonus für E-Autos wird in Mitteldeutschland kaum genutzt – Nur 731 Anträge in Sachsen im Jahr 2018 gestellt Torsten Herbst - Deutscher Bundestag - Julia Nowak
(BUP) Die Umweltboni für E-Autos wurden 2018 in Mitteldeutschland insgesamt kaum genutzt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Dazu erklärt der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, Torsten Herbst:
 
„Die Skepsis gegenüber reinen Elektrofahrzeugen ist in Sachsen und Mitteldeutschland nach wie vor groß. Denn die Nachfrage an Umweltprämien für E-Autos war 2018 in allen drei mitteldeutschen Ländern sehr gering. In Sachsen wurden 731 Anträge gestellt – das sind nur 0,6 Prozent aller zugelassenen Neufahrzeuge im Jahr 2018. Der Umweltbonus ist ein milliardenschweres Förderprogramm mit äußerst fraglichem Nutzen.

Die bisherigen Nachteile von reinen Batterieelektrofahrzeugen bei Preis, Reichweite und Alltagstauglichkeit werden auch durch eine Kaufprämie nicht beseitigt. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden im Mix unterschiedlicher Antriebsarten zukünftig gewiss eine Rolle spielen - vor allem im städtischen Umfeld. Letztendlich kann die Akzeptanz einer Technologie durch teure staatliche Subventionen jedoch nicht erzwungen werden. Das teure eAuto-Subventionsprogramm der Bundesregierung geht an den Bedürfnissen des normalen Autofahrers in Sachsen und Mitteldeutschland vorbei. Für eine umweltfreundliche Entwicklung des Verkehrsbereichs brauchen wir vielmehr einen technologieoffenen Ansatz. Er muss neben modernen Verbrennungsmotoren alle alternativen Antriebstechnologien, wie etwa Hybrid-, Elektro-, Erdgas-, Wasserstoff- oder Flüssigerdgasantriebe berücksichtigen.“

Quelle: Mitglied des Deutschen Bundestages / Fraktion der Freien Demokraten (FDP)

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