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Yak-Bison-Fohlen in Gießen geboren – PETA erstattet Anzeige gegen Zirkus Sarrani wegen Tierquälerei

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(BUP) Tier-Nachwuchs im laufenden Zirkusbetrieb: Medienberichten zufolge wurde im Zirkus Sarrani ein Yak-Bison-Fohlen geboren. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat nun Anzeige beim zuständigen Kreisveterinäramt gegen die Zirkusverantwortlichen erstattet. Denn gemäß den Tierschutzrichtlinien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) dürfen hochschwangere und auch säugende Tiere ausdrücklich keinen Reisestrapazen ausgesetzt werden. PETA hat darüber hinaus das Veterinäramt dazu aufgefordert, ein Bußgeldverfahren gegen den Zirkus einzuleiten und den Richtlinien folgend für die Tiermutter sowie das Fohlen umgehend ein Reiseverbot zu verhängen.

„Tierbabys sind die neue Masche der Zirkusbetriebe, um Besucher anzulocken“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V. „Dabei geht man sogar mit hochschwangeren Tieren auf Reisen – entgegen der ausdrücklichen Tierschutzbestimmungen. Auch nach der Geburt dürfen Mutter und Kind für einige Zeit nicht im Zirkus mitgeführt werden. Doch im Zirkus sind Tiere nur Betriebskapital, deren Leben und Wohlergehen für die Zirkusbetreiber keine vorrangige Bedeutung haben.“

PETA weist darauf hin, dass schwangere und säugende Tiere sowie ihre Babys einem besonderen Schutz unterliegen und keinesfalls den stressigen Reisestrapazen in einem Zirkusbetrieb ausgesetzt werden dürfen. In den Zirkusleitlinien des BMELV heißt es daher auch unmissverständlich: „Das Mitführen von hochtragenden, in der Geburt befindlichen und säugenden Zirkustieren im Reisebetrieb wird grundsätzlich abgelehnt.“ In vergleichbaren Fällen haben die Veterinärämter Landkreis Kelheim im Juni 2012, Stadt Lübeck im Februar 2013, Landkreis Aichach-Friedberg im Juni 2013 sowie das Veterinäramt Ulm im Januar 2014 nach Anzeige von PETA entsprechende Auflagen erteilt und teilweise Bußgeldverfahren gegen die entsprechenden Zirkusunternehmen eingeleitet.

Auch die Haltung von domestizierten Tieren wie Pferden, Rindern oder Ponys ist bei vielen Zirkusbetrieben mangelhaft. Immer häufiger muss PETA die Veterinärämter dazu auffordern, die Tierschutzrichtlinien auch in Zirkusbetrieben durchzusetzen, die keine Wildtiere mitführen. PETA spricht sich daher grundsätzlich gegen die Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken aus. In Griechenland wurde Anfang 2012 die Haltung von Tieren in Zirkusbetrieben komplett verboten.

Quelle: peta.de

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