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Brandenburger Abfallwirtschaft sichert sachgerechte Entsorgung von Bauabfällen in der Hauptstadtregion

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(BUP) Vor dem Neubau kommt oft ein Abriss und da hat Berlins boomende Bauwirtschaft ein Problem. Brandenburg hat die Lösung, gerade auch, wenn es um die sachgerechte Entsorgung von Bauabfällen geht, die einer speziellen Behandlung oder Deponierung bedürfen. Brandenburg ist heute ein wichtiger Standort in bei der Entsorgung - so zeigt es die jetzt vom Brandenburger Umweltministerium veröffentlichte Bilanz gefährlicher Abfälle, insbesondere für belastete Bauabfälle, für das Jahr 2014.

Für die Entsorgung gefährlicher Abfälle kommen in Abhängigkeit von ihrer Beschaffenheit zum Teil sehr spezielle Verfahren zum Einsatz, so dass einzelne Entsorgungsanlagen häufig auch überregionale Bedeutung besitzen. Deshalb werden in den Brandenburger Anlagen nicht nur im Land selbst oder in Berlin angefallene gefährliche Abfälle verarbeitet, sondern oft auch welche aus anderen Bundesländern oder dem Ausland.

Die im Land Brandenburg für die Entsorgung gefährlicher Abfälle zur Verfügung stehenden Anlagen haben einen hohen technologischen Standard und unterliegen zudem einer regelmäßigen privaten wie auch behördlichen Überwachung.

Im Jahr 2014 sind in Brandenburg 882.000 Tonnen gefährliche Abfälle angefallen, von denen 438.000 Tonnen, also etwa die Hälfte, in Entsorgungsanlagen im Land entsorgt wurden. Weitere 728.000 Tonnen gefährlicher Abfälle kamen aus anderen Bundesländern beziehungsweise aus dem Ausland, davon 476.000 Tonnen aus Berlin. Beachtliche 78,3 Prozent der insgesamt in Brandenburg entsorgten Abfälle stammen demnach aus dem gemeinsamen Wirtschafts- und Entsorgungsraum Berlin-Brandenburg. Außerhalb des Landes wurden in einigen Fällen Abfälle zur Deponierung unter Tage entsorgt, da dafür keine Anlagen in Brandenburg verfügbar sind.

Die größten Mengen gefährlicher Abfälle fielen in den Wirtschaftszweigen Wasserversorgung/Abwasserentsorgung/Abfallentsorgung mit 289.000 Tonnen und in der Energieversorgung mit 128.000 Tonnen an. Bei den meisten gefährlichen Abfällen handelt es sich um gefährliche mineralische Abfälle. Im Jahr 2014 waren das 549.000 Tonnen, wobei etwa die Hälfte dieser Abfälle (288.000 Tonnen) gefährliche mineralische Bauabfälle waren. Die Menge gefährlicher mineralischer Bauabfälle ist nach vier Jahre andauerndem Rückgang im Jahr 2014 wieder gestiegen. Wichtiger Einflussfaktor war hier die zunehmende Bautätigkeit in Berlin, z. B. durch die Erweiterung der Berliner Stadtautobahn A100.

Die Menge an Importen gefährlicher Abfälle ist im Vergleich zum Vorjahr mit 71.000 Tonnen geringfügig gesunken. Der überwiegende Teil der aus dem Ausland importierten Abfälle wurde einer Verwertung zugeführt. Insbesondere wurde Altholz aus Dänemark, Österreich, Italien und den Niederlanden in speziellen Kraftwerken energetisch verwertet. Die Abfallexporte sind dahingegen um das doppelte auf 41.000 Tonnen gestiegen. Hauptsächlich handelte es sich dabei um feste Abfälle aus der Abgasbehandlung in der Eisen- und Stahlindustrie.

Quelle: mlul.brandenburg.de

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