Tagungshotels und Eventlocations

Klares Signal für gemeinsames Vorgehen bei Gen-Lebensmitteln / Verbraucherschutzminister Markov begrüßt Entscheidung des Europaparlaments zu Zulassungsregelungen gentechnisch veränderter Lebensmittel

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

(BUP) „Die Entscheidung der Parlamentarier zeigt ganz klar, dass niemand einen Flickenteppich aus nationalen Regelungen will. Wir brauchen nicht weniger Europa beim Umgang mit Gen-Technik, sondern mehr. Mehr Geschlossenheit bei der Frage, ob wir gentechnisch veränderte Lebensmittel in unseren Ladenregalen haben wollen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind hier schon viel weiter. Sie lehnen den Einsatz der Gentechnik mehrheitlich ab. Dazu muss die Europäische Kommission nun einen mehrheitsfähigen Vorschlag vorlegen, anstatt Raum für nationale Sonderwege zu schaffen. Auch beim Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen setze ich auf eine einheitliche Regelung. Agro-Gentechnik ist der falsche Weg, die Politik muss hier besser zuhören und die berechtigten Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen. Gentechnische Veränderungen provozieren bekannte und unbekannte Risiken und gefährden die Existenzgrundlage von Landwirten, die konventionell wirtschaften wollen. Vor allem begünstigt diese Technik große Unternehmen, die vom Saatgut bis zum Pestizid alles kontrollieren und ihre Bedingungen diktieren können. Durch Patente begeben sich die Bauern in eine dauerhafte Abhängigkeit“, sagte Verbraucherschutzminister Helmuth Markov nach der Entscheidung des Europäischen Parlaments am Mittwoch.
 
Hintergrund
In der heutigen Abstimmung des Parlaments wiesen die EU-Parlamentarier die Vorschläge der EU-Kommission zur Neuordnung des Zulassungsverfahrens gentechnisch veränderter Lebens- und Futtermittel zurück. Beim derzeitigen Verfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) prüft bisher zunächst die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) mögliche Risiken und spricht über den Umweg der EU-Kommission eine Empfehlung aus. Über diese muss dann mit einer mit einer sogenannter qualifizierten Mehrheit entschieden werden. Scheitert dies, entscheidet die Kommission.
 
Mittlerweile versuchen zahlreiche Regionen Gentechnik komplett zu verbannen. So gibt es aktuell in Brandenburg sieben gentechnikfreie Initiativen (GfI) und Regionen (GfR), die mehr als 120.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche abdecken und von mehr als 300 Landwirten getragen werden. Bundesweit gibt es insgesamt mehr als 200 gentechnikfreie Regionen/Initiativen mit rund 32.000 beteiligten Landwirten und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von etwa 1,2 Millionen Hektar (Stand August 2015).

Quelle: mdjev.brandenburg.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesUmweltPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.