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Saatguternte: Erster Schritt zu einer neuen Waldgeneration

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(BUP) Herbstzeit ist im Wald Erntezeit. In diesem Jahr versprechen vor allem die Eichen einen guten Ertrag. Saatgutfirmen und Forstbaumschulen sammeln jetzt das Saatgut von Trauben- und Stieleiche, Winterlinde und Hainbuche. Dieses Saatgut ist die Grundlage für die nächste Generation von Mischwäldern in Brandenburg. Eine nachhaltige Walderneuerung - ob über Naturverjüngung, Saat oder Pflanzung - funktioniert nur, wenn die Waldbäume ausreichend Samen produzieren.

Qualität und Herkunft des Forstsaatgutes entscheiden über die Stabilität, Anpassungsfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Gesundheit der künftigen Wälder. Eine Saatguternte darf deshalb nur in Waldbeständen erfolgen, die als Erntebestand zugelassen sind. Die Zulassung erfolgt nach strengen Kriterien. So soll sichergestellt werden, dass aus dem Saatgut ein Wald entsteht, der den Anforderungen nachfolgender Generationen gerecht wird. Der Bestand muss gesund und vital sein. Der Zuwachs sollte über dem Durchschnitt vergleichbarer Bestände liegen. Die Bäume dürfen zum Beispiel nicht krumm oder starkastig sein.

Waldbesitzer, deren Bestände diese Kriterien erfüllen, können bei der Landesstelle für forstliches Vermehrungsgut einen Antrag auf Zulassung stellen. Je nach Angebot und Nachfrage kann der Waldbesitzer über die Verpachtung eines Erntebestandes oder den direkten Verkauf von Saatgut zusätzliche Einnahmen erzielen.

Nach der Ernte gelangt das Eichensaatgut in die Forstbaumschulen zur Aussaat. Dort wird es zu kleinen Eichenpflanzen herangezogen, die ein-, zwei- oder dreijährig im Wald gepflanzt werden. Auch eine direkte Aussaat im Wald ist möglich. Die Eiche ist eine wichtige Baumart, um große Kiefernreinbestände in stabile Mischbestände umzuwandeln. In diesem Jahr wird eine Erntemenge von etwa 80 Tonnen Eichensaatgut in Brandenburg erwartet. Das sind etwa 25 Millionen Eicheln. Daraus werden im nächsten Jahr etwa 15 Millionen kleine Eichenbäume entstanden sein.

Nach etwa 60 Jahren werden diese Eichen selbst wieder Eicheln tragen, weitere 230 Jahre wird es dauern, bis einige dieser Eichen als wertvolle Furnierstämme geerntet werden können.

Quelle: mlul.brandenburg.de

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