Rot-grüne Luftnummer: Landstrom aus – Luftverschmutzung an

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Rot-grüne Luftnummer: Landstrom aus – Luftverschmutzung an Norbert Hackbusch - linksfraktion-hamburg.de - Karin Desmarowitz
(BUP) Im letzten Herbst hatte die Fraktion DIE LINKE aufdeckt, dass die Landstromversorgung für Kreuzfahrtschiffe am Terminal Altona häufig bereits nach zwei Stunden gekappt wird – und sowohl die Schiffsmotoren zur Stromerzeugung als auch die Luftverschmutzung wieder hochgefahren werden. Jetzt kündigt der Senat auf eine weitere Anfrage der Fraktion (Drs. 21/16122) hin an, dass sich diese Situation 2019 noch verschlechtern wird: Die so genannten Hochlastzeiten, in denen der allgemein Strombedarf in der Stadt besonders groß und für Schiffe abgeknapster Strom wesentlich teurer ist, werden verlängert, außerdem hat die Bundesnetzagentur zusätzliche Hochlastzeiten festgelegt.

„Die Posse um sein Vorzeigeprojekt ist extrem peinlich für den rot-grünen Senat, seine Maßnahmen für bessere Luft sind wirkliche Luftnummern“, erklärt dazu der hafenpolitische Sprecher der Fraktion, Norbert Hackbusch. „Das ist eine kräftige Belastung für die direkten Anwohner_innen, aber auch für hunderttausende weitere Bewohner_innen der Stadt, weil die hoch aufragenden Schornsteine für eine weite Verbreitung der Schadstoffe sorgen, wenn die Schiffsmotoren wieder länger laufen.“

Bislang galten im Herbst und im Winter Hochlastzeiten von 10:30 bis 20 Uhr. Für 2019 wurde dieses Zeitfenster vorverlegt auf 9 bis 19 Uhr. Die AIDAsol (das einzige Schiff, das die Anlage bisher überhaupt nutzte) wird laut Fahrplan 2019 siebenmal während der dunklen Jahreszeit Hamburg anlaufen (2018 fünfmal) – und zwar jeweils um acht Uhr früh. Die Landstromversorgung wird mit der neuen Frist bereits nach einer Stunde Liegezeit abgestellt werden. Außerdem hat die Bundesnetzagentur für 2019 ein weiteres Hochlastfenster für den Zeitraum 1. März bis 31. Mai festgelegt (täglich von 10:30-13:45 und von 18:30-19 Uhr). In dieser Zeit wird allein die AIDAsol viermal in Altona liegen und die Landstromversorgung ab- und die Dieselmotoren anschalten.

Quelle: DIE LINKE. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

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