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Welttierschutztag: Tiere können sich nicht selbst schützen

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Welttierschutztag: Tiere können sich nicht selbst schützen Ursula Hammann - gruene-hessen.de
(BUP) Der Schutz der Tiere ist für die GRÜNEN im Landtag ein besonderes politisches Anliegen. „Tiere sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft, ob als Haustier oder Nutztier. Unser Umgang mit Tieren ist dabei immer mit großer Verantwortung verbunden, denn Tiere empfinden Leid und Schmerzen ebenso wie wir Menschen“, betont Ursula Hammann, Sprecherin für Tierschutz der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. „Tiere können sich nicht wehren, wenn sie unsachgemäß behandelt oder unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden. Daher müssen wir Menschen uns für sie einsetzen, um ihnen ein artgerechtes, angemessenes Leben zu ermöglichen. In Hessen konnten wir bereits Einiges für den Tierschutz in der Landwirtschaft, aber auch für die Arbeit der Tierheime und für eine künftige Reduzierung von Tierversuchen erreichen. Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass unnötiges Leid in der Tierhaltung vermieden wird und Tiere ein gutes Leben führen können.“

So hat die Landesregierung den „Runden Tisch Tierwohl“ eingerichtet, der sich zum Ziel setzt, landwirtschaftliche Nutztierhaltung zu verbessern. Das Gremium unterstützt beispielsweise die hessische Bundesratsinitiative zum Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern und hat gemeinsam mit der Hessischen Geflügelwirtschaft den Ausstieg aus dem Kürzen der Schnäbel bei Legehennen vereinbart. Auch gegen die Haltung bestimmter Wildtiere hat Hessen eine Bundesratsinitiative gestartet. Hessen hat zudem als erstes Bundesland einen Paragrafen in das Hochschulgesetz aufgenommen, der Alternativen zu Tierversuchen vorschreibt sowie zwei Stiftungsprofessuren zur Erforschung solcher Alternativen eingerichtet. Die Arbeit der Tierheime in Hessen wird unterstützt durch die neue „Stiftung Hessischer Tierschutz“.

„Man kann sehen: Tierschutz wird in Hessen großgeschrieben. Nun kommt es auch auf Bun-desebene darauf an, dass Tierschutz mehr Beachtung findet. Im Bundestierschutzgesetzes gibt es beispielsweise kein Verbot, männliche Eintagsküken zu töten. Hessen dagegen hat als erstes Bundesland eine Verpflichtung erlassen, die Alternativmethode, bei der das Geschlecht der Küken im Ei bestimmt wird, bei Praxisreife unverzüglich einzusetzen und damit die Tötung einzustellen“, erklärt Hammann.

Hintergrund zum Aktionstag
Der jährlich stattfindende Tierschutztag soll auf das Leid der Tiere aufmerksam machen, das durch den Menschen verursacht wird. Heinrich Zimmermann, ein deutsch-jüdischer Schriftsteller, stellte nach jahrelangem Kampf für den Tierschutz einen Antrag auf die Einführung eines Tierschutztages, der 1931 auf dem Florenzer Tierschutzkongress aufgenommen und schließlich mit dem Welttierschutztag umgesetzt wurde.

Quelle: gruene-hessen.de/landtag

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