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Grüne fordern wirksames Vorgehen gegen Ferkeltötung

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(BUP) Heute berichtet die ARD in ihrer Reihe „Exclusiv im Ersten“ über die grausame Tötung von überlebensfähigen Ferkeln. Nach Recherchen des Südwestfunks handelt es sich dabei offenbar nicht um Einzelfälle.

Das sagen die Grünen - Hans-Joachim Janßen, agrarpolitischer Sprecher
 
„Die grausame Tötung von vermutlich hunderttausenden neugeborenen Ferkeln zeigt erneut die Auswirkungen einer rücksichtslosen Gewinnmaximierung der industriellen Landwirtschaft, in der Tiere nur noch billige Massenware sind. Das darf so nicht weiter gehen. Es ist pervers, Schweine so zu züchten, dass sie systematisch mehr Ferkel gebären, als die Mutter säugen kann. Damit wird von vornherein einkalkuliert, dass kleinere, aber voll lebensfähige Tiere wie Abfall entsorgt werden.“

„Mit dem neuen Erlass hat die Landesregierung unmissverständlich klargestellt, dass nur Ferkel getötet werden dürfen, wenn sie krank und nicht überlebensfähig sind und wie diese Tötung zu erfolgen hat. Die Landkreise, die für die veterinäramtliche Überwachung zuständig sind, müssen sich fragen lassen, warum ihnen bisher nichts aufgefallen ist. Denn ein solches Vorgehen ist schon lange verboten und die Tierkadaver werden in die amtliche Tierkörperbeseitigung transportiert.“
 
Zum Hintergrund
Der Südwestrundfunk weist in einem Vorab-Bericht zu seiner Sendung „Exclusiv im Ersten“ (Montag, den 14.07.2014, 21.50 Uhr) auf grausame Methoden bei der Ferkelaufzucht hin: In rund 10 Ställen seien kleine Kameras installiert und dokumentiert worden, wie kleine Ferkel auf den Boden oder die Stallkante geschlagen und anschließend in die Kadavertonne geworfen werden.
 
Mit Erlass vom 04.07.2014 hat das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium klargestellt, dass nur nicht-überlebensfähige Ferkel getötet werden dürfen. Die Tötung darf dabei nur nach vorheriger Betäubung durchgeführt werden.

Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Niedersachsen
Theresa Junge, Pressesprecherin
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