Schutz vor Hochwasser für Neu Darchau und Katemin

(BUP) „Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre und insbesondere das Hochwasser 2011 und 2013 haben deutlich gemacht, wie sehr Neu Darchau und Katemin im Ernstfall gefährdet sind", sagte am Freitag Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer vor Journalisten und begründete damit die jetzt anlaufende Planung für einen dauerhaften Hochwasserschutz für beide Orte. 
Heinrich König, Ingenieur beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Lüneburg, erinnerte vor Journalisten daran, dass 2011 und 2013 jeweils aufwändige Sicherungsmaßnahmen nötig waren, um der Fluten Herr zu werden: „Es wurden damals von freiwilligen Helfern und unter unserer Anleitung Notdeiche und Sandsackwälle gebaut, um die Dörfer und die Menschen zu schützen". Insbesondere die Bereiche um das Göpelhaus und die angrenzende Wohnbebauung sowie das Baugebiet „Am Hafen" blieb so von den Wassermassen verschont". Das Hochwasser im Juni 2013 lieferte mit 7,91 Meter den höchsten jemals registrierten Wert am Pegel Neu Darchau: „Das Wasser stand vor einem Jahr mehr als sechs Meter höher als derzeit", sagte König.

Jetzt ist geplant, einen etwa zwei Kilometer langen grünen Deich zu bauen und diesen an den gewidmeten Deich in Walmsburg anzuschließen. „Damit hätten wir einen weiteren Lückenschluss im Hochwasserschutz an der Elbe geschafft", betonte König. Die Samtgemeinde Elbtalaue bzw. die Gemeinde Neu Darchau wird als Bauherrin auftreten, der NLWKN übernimmt die Planung. Auch wird die Bildung eines Deichverbandes in Erwägung gezogen.

„Durch den geplanten Hochwasserschutz wird eine Vielzahl öffentlicher und privater Interessen tangiert, deshalb ist ein Planfeststellungsverfahren nötig", sagte Meyer.

„Hierzu bedarf es einer detaillierten Genehmigungsplanung, die alle Belange des Vorhabens darstellt und somit die rechtliche Grundlage für die konkrete bauliche Umsetzung bildet". Derzeit laufen bereits die naturschutzfachlichen Untersuchungen und die Kartierungen, die technische Planung hat begonnen. Die im Vorwege vom NLWKN durchgeführte Studie hat gezeigt, dass ein eventueller Bau der Elbbrücke Neu Darchau und der Bau von Hochwasserschutzanlagen grundsätzlich möglich ist. Die Beteiligten hoffen, dass Ende 2015 die Planfeststellung eingeleitet werden kann. 
 
Herma Heyken
NLWKN-Direktion
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