Regenerative Energien in Deutschland Stromquelle Nummer 1 – in Sachsen letztes Rad am Wagen

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(BUP) Lippold: Defizite in der Energie- und Klimapolitik der sächsischen Staatsregierung werden überdeutlich. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat Strom aus Wind-, Sonnen-, Bioenergie und Wasserkraft mit einem Anteil von 27,7 Prozent am deutschen Stromverbrauch die führende Position im Stromerzeugungsmix eingenommen. Das geht aus Daten des Expertengremiums Agora Energiewende hervor. Braunkohle kam demnach bis September auf einen Anteil von 26,3 Prozent, gefolgt von Steinkohle (18,5 Prozent) und Atomkraft (16,0 Prozent).
 
Dazu erklärt Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher der neuen Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
 
"Sauberer Strom aus erneuerbarer Energie deckt in Deutschland im Jahr 2014 bereits fast 28 Prozent unseres Strombedarfs. Das macht die Defizite in der Energie- und Klimapolitik der sächsischen Staatsregierung überdeutlich. Auch Sachsen hat ein Ausbauziel von 28 Prozent für erneuerbare Energien. Es wurde 2013 festgelegt – jedoch nicht etwa als Kurzfristziel. Was deutschlandweit heute Realität geworden ist, das soll in Sachsen erst innerhalb von zehn Jahren, also bis 2023, erreicht werden."
 
"Der Blick zehn Jahre zurück macht augenscheinlich klar, welch gewaltige Entwicklungsbremse Sachsen sich mit einem Jahrzehnt Blockade selbst anlegt. Vor zehn Jahren standen die erneuerbaren Energien für gerade etwa neun Prozent des deutschen Stroms. Innerhalb eines einzigen Jahrzehnts hat sich bei der Kostensenkung der erneuerbaren Energien und bei ihrem Ausbau eine wahre Revolution vollzogen."
 
"Es ist höchste Zeit, auch in Sachsen endlich die energiepolitischen Realitäten des Jahres 2014 zur Kenntnis zu nehmen. Die Blockade des Ausbaus erneuerbarer Energien in Sachsen, in der vergangenen Legislatur zum erklärten Ziel der letzten schwarz-gelben Regierung gemacht, muss nun entschlossen durchbrochen werden. Dazu gehören neue, ambitionierte Ausbauziele im sächsischen Energie- und Klimaprogramm, die sich mindestens an den nationalen, gesetzlichen Ausbauzielen orientierten."

Andreas Jahnel, Pressesprecher
Tel. 0351-493 48 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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