Sächs. Schweinetag - GRÜNE: Ist es ein Erfolg, dass überzüchtete Sauen heute durchschnittlich 28 Ferkel bekommen?

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(BUP) Günther: Robuste Rassen mit hoher Lebensdauer sollten das Ziel sein. Zur Eröffnung des heutigen Sächsischen Schweinetages in Klipphausen lobte Staatssekretär Dr. Fritz Jaeckel (Sächsisches Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, SMUL) sowohl Schweinehalter als auch Staatsregierung in den höchsten Tönen.
 
Wolfram Günther, agrarpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion, teilt die zur Schau gestellte Euphorie nicht: "Der Staatssekretär bezeichnet es als Erfolg, dass überzüchtete Sauen heute durchschnittlich 28 Ferkel bekommen. Dabei haben die Tiere normalerweise nur 14 Zitzen. Was mit den überzähligen Tieren passiert, haben erschreckende Recherchen der Tierschützer von Animal Rights Watch (ARIWA) gezeigt: Es gibt Betriebe, in denen sie einfach totgeschlagen werden."
 
"Statt die Tiere auf Höchstleistung zu züchten, sollte man lieber auf robuste Rassen setzen", meint der Landwirtschaftsexperte Günther. "Wenn man Dr. Jaeckel so reden hört, bekommt man richtig Angst vor seiner Ankündigung, dass die Überführung von Innovationen aus der Forschung in die Betriebe künftig verstärkt gefördert werden soll. Nur wenn es bei den Forschungszielen ein Umdenken gäbe, wäre das eine gute Nachricht! Seit langem fordern wir GRÜNEN, dass Tierzucht auf eine möglichst hohe Lebensdauer der Tiere abzielen und gesundheitliche Aspekte vor Leistungssteigerung stellen muss."

Anne Vetter, stellv. Pressesprecherin
Tel. 0351-493 48 14
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