Kummer: Ergebnisse des Kaligipfels bei Versenkerlaubnis nicht berücksichtigt

Kummer: Ergebnisse des Kaligipfels bei Versenkerlaubnis nicht berücksichtigt Tilo Kummer - DIE LINKE im Thüringer Landtag
(BUP) Der Vorstoß von Umweltministerin Siegesmund, gegen die erteilte Versenkerlaubnis von K+S vorzugehen, stößt bei der Linken im Thüringer Landtag auf Zustimmung. "Durch seine Entscheidung geht das Regierungspräsidium (RP) Kassel in höchstem Maße fahrlässig mit dem Grundwasserschutz um. Die Kriterien, nach denen man nur wenige ausgewählte Trinkwasserbrunnen geprobt hat, sind nicht nachvollziehbar. So bleibt die Betrachtung der Auswirkungen der Versenkung von Kali-Lauge äußerst einseitig", stellt Tilo Kummer, Umweltpolitiker der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, fest. Alternativen zur Versenkung spielten dabei offenkundig eine untergeordnete Rolle. "Der beim Kaligipfel, eine Initiative des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, aufgezeigte Weg der Einlagerung von Kalilaugen im ehemaligen Bergwerk Bischofferode wurde im Genehmigungsbescheid noch nicht einmal betrachtet", kritisiert der Abgeordnete.

Dabei wäre nach den Vorgaben des Bewirtschaftungsplans für Werra und Weser die Laugeneinlagerung in Gruben einer Einleitung in die Werra oder einer Versenkung vorzuziehen. Das RP Kassel habe aber noch nicht einmal den vorrangigen Laugentransport in die niedersächsische Grube "Bergmannssegen Hugo" festgeschrieben. Zur Begründung dafür rechnete man einfach die Kosten für den früheren Laugentransport per LKW von Neuhof bei Fulda ins Werk Werra hoch und meinte dann, dieser Entsorgungsweg wäre zu teuer, um ihn dem Unternehmen vorzuschreiben. Nicht berücksichtigt wurden dabei auch Angebote der Bahn, die Lauge in Kesselwagen zu transportieren.

"Der über viele Jahrzehnte nachwirkende Schaden der vom RP Kassel genehmigten Versenkung ist für die Gesellschaft im Vergleich zu den Laugentransportkosten nach Niedersachsen oder Bischofferode wesentlich teurer. Durch den späteren Austritt der Abwässer in Werra und Ulster werden die Flüsse ebenfalls langanhaltend geschädigt. Hoffentlich gelingt es Thüringen, ein Einlenken Hessens diesbezüglich zu erreichen!", so Kummer. Nach Überzeugung des Umweltpolitikers gibt es genug Aufarbeitungs- und Entsorgungsalternativen für das Produktionsabwasser von K+S, um die Versenkung zu beenden und die Arbeitsplätze trotzdem nicht zu gefährden!

Quelle: die-linke-thl.de